CLAUDE SETTELE
Nach meiner Berufszeit als Reporter mit Kamera und später als Fachjournalist geniesse ich den Freiraum, mich ohne Rücksicht auf Erfolg in Fotoprojekte zu vertiefen.
An manchen Tagen vermisse ich meine Dunkelkammer aus der analogen Zeit, bin aber ebenso fasziniert vom digitalen Labor. Noch lieber bin ich aber mit meiner Nikon Zf und Z8 unterwegs auf der Strasse und in der Natur - vorzugsweise an Gewässern.
Weil ich gewissermassen mit einem Sucher am Kopf durch die Gegend laufe und mich von
allerhand ablenken lasse, neige ich betreffend Sujets zum Allesfresser. Jüngst beschäftigte ich mich mit Spiegelbildern von Flusssteinen, die sich nach einem kleinen Dreh als Gnomen und Trolle entpuppen. Im Moment fasziniert mich, was die Franzosen „la marée“ nennen: Das Auf und Ab von Ebbe und Flut, verbunden mit dem Leben und Sterben der Flora und Fauna an der Küste des Atlantiks.